Lexikon
Wärmerückgewinnung – wie der Wärmetauscher arbeitet
Wärmerückgewinnung (WRG) ist das Kernprinzip einer kontrollierten Wohnraumlüftung: Der Wärmetauscher überträgt die Wärme der abgehenden Raumluft auf die einströmende Außenluft — ohne dass sich die Luftströme vermischen. Moderne Anlagen erreichen dabei bis zu 90 % Wärmerückgewinnung.
Wie der Wärmetauscher arbeitet
Im Kern des Geräts führen warme Abluft und kalte Außenluft kanalgetrennt aneinander vorbei. Die Wärme wird über die Trennflächen des Wärmetauschers übertragen: Die einströmende Außenluft wird deutlich vorgewärmt, erreicht dabei aber in der Regel nicht vollständig die Raumtemperatur. Gleichzeitig kühlt die abgehende Luft im Wärmetauscher ab. Im Sommer kann der Wärmetauscher – abhängig von Innen- und Außentemperatur sowie der Geräteausführung – auch dazu beitragen, einen Teil der Wärme aus der Außenluft nicht in die Räume zu übertragen.
Wirkungsgrade im Überblick
| Bauart | typischer Wirkungsgrad |
|---|---|
| Plattenwärmetauscher (Gegenstrom) | 75–90 % |
| Rotationswärmetauscher | 80–90 % |
| Enthalpie-Wärmetauscher (+ Feuchterückgewinnung) | 70–85 % |
Warum Filter für die WRG entscheidend sind
Ein verstaubter Wärmetauscher verliert Wirkungsgrad: Die Lamellen verschmutzen, der Druckverlust steigt, der Ventilator braucht mehr Strom. Gute Vorfilter halten das Medium sauber — deshalb sollten sie regelmäßig gewechselt werden.
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Häufige Fragen
Wie hoch ist die Ersparnis durch WRG?
Eine Anlage mit 90 % WRG erwärmt die Zuluft fast ohne Heizverlust — gegenüber Fensterlüften spart das im Winter eine erhebliche Menge Heizenergie.
Muss der Wärmetauscher gereinigt werden?
Ja — je nach Umgebung alle 1–2 Jahre absaugen oder auswaschen. Saubere Vorfilter verlängern die Reinigungsintervalle deutlich.