Lexikon
Tellerventil – Zu- und Abluftventil erklärt
Ein Tellerventil (auch Lüftungsventil oder Zu-/Abluftventil genannt) ist eine justierbare Luftöffnung, die die Zuluft oder Abluft in Wohn- und Arbeitsräumen steuert. Der „Teller" im Inneren lässt sich drehen, um den Luftvolumenstrom werkzeuglos zu justieren – von ganz geschlossen bis voll geöffnet.
Ausführliche Erklärung
Das Tellerventil ist die sichtbare Schnittstelle zwischen Lüftungsanlage und Wohnraum: Hier tritt die gefilterte Zuluft aus, bzw. die verbrauchte Abluft wird abgesaugt. Die typische Bauform ist quadratisch oder rund mit einer zentralen Justierschraube, die den Tellerspielraum steuert.
Als Zuluftventil sorgt das Tellerventil für eine zugfreie Einströmung der gefilterten Frischluft in Wohn-, Schlaf- oder Arbeitsräume. Als Abluftventil wird es typischerweise in Bad, WC, Küche oder Hauswirtschaftsraum eingesetzt, um verbrauchte und feuchte Luft abzuführen.
Die Nennweiten reichen von DN 100 über DN 125 bis DN 160 – passend zu gängigen Wickelfalzrohr- und Spiroflex-Systemen. Das Gehäuse besteht meist aus Stahlblech mit elektrostatischer Pulverbeschichtung in Weiß (RAL 9016).
Wahlweise sind Volumeneinsätze zur exakten Luftmengenregulierung und Filtereinsätze zur Luftfilterung direkt im Ventil verfügbar.
Verwandte Begriffe & Links
- Was bedeutet ePM1? – der Feinstaubfilter für die Zuluft
- Überströmelement – der Luftweg zwischen den Räumen
- Grobstaubfilter – der Vorfilter für die Zuluft
Häufige Fragen
Wo wird das Zuluftventil montiert?
In der Decke oder hohen Wand der Wohn- und Schlafräume – damit die frische Luft gleichmäßig verteilt wird, ohne direkten Luftzug.
Wo kommt das Abluftventil hin?
In Bad, WC, Küche oder Hauswirtschaftsraum – dort, wo feuchte und verbrauchte Luft entsteht.
Kann ich das Tellerventil selbst justieren?
Ja – der Teller lässt sich werkzeuglos drehen. Für eine exakte Einregulierung des Luftvolumenstroms empfiehlt sich ein Volumenstrommessgerät durch den Fachhandwerker.